Jewgeni Paton

Wer in Kiew war, hat mindestens einmal die Brücken über den mächtigen Fluss, den Dnjepr, überquert, so auch die sehr bekannte Patonbrücke. Diese Brücke ist die Einzige, ganzgeschweißte Brücke, in der Welt.Patonbrücke

In diesem Artikel möchte ich von der Familie Jewgeni Oskarowitsch Paton, dem technischem Konstrukteur, Architekten und Erbauer, der nach ihm benannten Patonbrücke erzählen.

Einige Forscher haben nachgewiesen, das Geschlecht Paton hat deutsche Wurzeln [1]. Wahrscheinlich ist diese Idee im Zusammenhang damit entstanden, dass die Vertreter des Geschlechtes zur evangelischen Gemeinde in Kiew gehörten, sie schlossen Ehe mit Vertretern deutscher, baltischen und schweizerischer Herkunft, nannten sich in einigen Dokumenten „von Patton“.

Z.B. die Großmutter von Jewgeni Oskarowitsch Paton, Anna Geimann (1800-1888), war die Tochter eines sehr bekannten deutschen Bankiers.

Eine lange Zeit blieben Patons dem Glauben ihrer Eltern treu: Oskar Petrowitsch Paton (1823-1900), Vater von Jewgeni Oskarowitsch Paton, war Lutheraner. Seine Frau war die erste Orthodoxe im Geschlecht. Laut der Gesetzgebung des Russischen Reiches wurden ihre Kinder nach dem orthodoxen Ritual eingeweiht.

Jewgeni Paton

Jewgeni Paton

Jewgeni Oskarowitsch Paton (geb. 05.03.1870 in Nizza, Frankreich – 12.07.1953 gest. in Kiew, Ukraine) war ein sowjetischer Wissenschaftler, Erfinder des Lichtbogenschweißens und Ingenieur für Brückenbau. Er studierte an der Technischen Hochschule in Dresden und am Institut für Eisenbahnwesen in Sankt Petersburg. 

Denkmal für Jewgeni Paton

Denkmal für Jewgeni Paton

Er unterrichtete an der Ingenieurhochschule für Eisenbahn in Moskau und am Polytechnischen Institut (KPI) in Kiew. Auf dem Territorium vom KPI, ist das Denkmal, für den großen Wissenschaftler, Paton, zu sehen. In Kiew gründete er ein Institut für Schweißtechnik und war der Direktor bis zu seinem Tode.

Borys Baton

Borys Baton

Der Sohn von Jewgeni Oskarowitsch Paton, Borys Baton (geb. 27.11.1918 in Kiew, Ukraine) ist ein ukrainischer Wissenschaftler, Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine (seit 1962), Generaldirektor des Instituts für Schweißtechnik (seit 1953). Er hat viele staatliche Ehrentitel und Auszeichnungen, unter anderem zweimal Held der Ukraine. Ihm gehört über 1000 Publikationen, 20 Monographien und über 400 Erfindungen. Er spricht Englisch und Deutsch. Das Denkmal für ihn steht nicht weit von der Akademie der Wissenschaften (seit 1982).

Denkmal für Borys Paton

Denkmal für Borys Paton

Unter Redaktion von Lutz Otto Raue.

[1] Дмитрієнко М. Ф., Томазов В. В. Рід Патонів: історико-генеалогічне дослідження.

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