Pyrohiw – Freilichtmuseum für Volksarchitektur der Ukraine

Pyrohiw - Freilichtmuseum für Volksarchitektur und Brauchtum der UkraineWer Lust auf eine Landpartie hat und immer schon wissen wollte, wie es ist, mit einer Zeitmaschine im 16. Jh. zu landen, der kann vor den Toren der Stadt fündig werden. Auf einem 150 Hektar großen Areal sind dort über 300 Originalbauten aus dem 16. Jh., die aus  den verschiedensten Regionen der Ukraine hierher gebracht wurden, harmonisch angeordnet. Auf diese Weise ist ein weitläufiges, authentisches Dorf entstanden, mit allem, was dazu gehört: Kirchen, Bauernhäuser, Tierställe, Getreidespeicher, Glockentürme, Dorfschulen, Katen, Schmieden und Brunnen. Die herrliche, abwechslungsreiche Landschaft mit Wiesen und Wäldern, Teichen und Kirschbaumgärten wird dominiert von 17 kleinen und großen Windmühlen, die trotz aller Gebrechlichkeit noch funktionieren und deren vergänglicher Zauber anrührt. In einigen Kirchen werden noch Gottesdienste abgehalten. Seit 1976 existiert dieser Ort fernab der Welt. Es empfiehlt sich, ihn im Rahmen einer Führung zu erkunden. Aber auch auf  eigene Faust kann man die Zeugnisse der Volksarchitektur auf sich wirken lassen. Das bäuerliche Leben wird noch realer, wenn man die Originalwerkzeuge, die traditionelle Kleidung, die Keramik, die Töpferwaren und die Möbel im Inneren der Behausungen sieht. Der zentrale Ort war immer der Ofen, mit dem geheizt, gekocht und getrocknet wurde. Auf dem Gelände gibt es viel Platz für Picknick, ukrainische Schenken locken mit kleinen Leckerbissen und Pferdekutschen stehen ebenfalls zur Verfügung.

Text wurde dem Buch „CITY | TRIP Kiew“ von Heike Maria Johenning entnommen.

Wo kann man im Freilichtmuseum Pyrohiw essen:

Ich würde „Yarivtsi“ empfehlen. Meine Kunden haben heute folgendes Menü bestellt:

Borschtsch, 2 Salat, 2 Schaschlik (aus Schwein und Huhn), 2 Deruny (Kartoffelpuffer) mit Fleisch und Quark, 1 Nalysnyky mit Quark (Eierkuchen), 1 Varenyky mit Kartoffeln und Pilzen, zum Trinken: 1 l Uswar (Kompott aus getrockneten Früchten und Honig), 0,5 l Mineralwasser, 0,5 l Bier, 2 Espresso. Man hat dafür 723 UAH bezahlt (ca. 72 EUR). Alles hat meinen Kunden gefallen.

Das Restaurant liegt weit vom Eingang, ist aber sehr gemütlich. Die Kellnerin war eine nette junge Frau in einer ukrainischen Volkstracht.

Es gibt auch andere Restaurants, „Schynok“ und „Kulischna“ (vom ukrainischen Wort „Kulisch„. Diese liegen nicht weit vom Eingang ins Museum, aber haben mir nicht besonders gefallen. Ich kann meine Meinung begründen: die Öffnungszeiten des Museums sind 10:00 – 17:00. Wir waren in „Schynok“ und „Kulischna“ gegen 11:00, beide waren noch geschlossen. Die Umgebung ist nicht so romantisch, wie beim „Yarivtsi“. „Yarivtsi“ liegt in einem Wald, und andere liegen im Freifeld, nicht weit von der Fußgängerzone, obwohl das für manche Leute auch Vorteil sein könnte.

Über Geschmack lässt sich nicht streiten 🙂

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