Denkmäler

Eine unglaubliche Liebesgeschichte

Eine Liebesgeschichte wie im Märchen: Im Zweiten Weltkrieg verliebten sich ein italienischer Kriegsgefangener und eine ukrainische Zwangsarbeiterin – und fanden sich nach 60 Jahren wieder.

Luigis und Mokrinas Liebe in Zeiten des Zweiten Weltkrieges beginnt 1943 in einer Fabrik im heutigen Österreich. Der italienische Kriegsgefangene hilft der ukrainischen Zwangsarbeiterin und deren Tochter mit Lebensmitteln aus, schließlich verlieben sich die jungen Leute. Gemeinsam überleben sie einen Bombenangriff. Doch nach Kriegsende trennen sich die Wege des Paares.

Foto: kiev-foto.info

Luigis und Mokrinas Liebe in Zeiten des Zweiten Weltkrieges beginnt 1943 in einer Fabrik im heutigen Österreich. Der italienische Kriegsgefangene hilft der ukrainischen Zwangsarbeiterin und deren Tochter mit Lebensmitteln aus, schließlich verlieben sich die jungen Leute. Gemeinsam überleben sie einen Bombenangriff. Doch nach Kriegsende trennen sich die Wege des Paares.

Aus Kriegszeiten hat er außer einer Bluse und einer Haarlocke seiner Angebeteten auch deren damalige Adresse aufbewahrt – und die wird nun zum Schlüssel ihres gemeinsamen Glücks.

„Schdi menja“ (Warte auf mich) | Foto: ukrturk.net

Luigi wendet sich an die Fernsehsendung „Schdi menja“ (Warte auf mich) beim größten ukrainischen Privatsender – und die Reporter werden fündig. 2004 kann Luigi seine geliebte „Maria“ wieder in die Arme schließen.

Dieses nun in Bronze gegossene Bild der glücklichen alten Leute an der Liebesbrücke im Kiewer Marienpark soll auch Jugendlichen zum Vorbild dienen.

Foto: interplus.ua

Prompt lassen sich Hochzeitspaare vor der Statue fotografieren.

„Als ich neun war, sagte mein Lehrer, dass wir für alle durchlebten Widrigkeiten eine Belohnung erhalten. Ich habe sie vollständig bekommen“, erzählt Luigi. In der südukrainischen Stadt Kriwoi Rog ist er längst ein gern gesehener Gast. „Er besucht den lokalen Markt, hilft im Haushalt und kocht ganz wunderbare Spaghetti“, erzählt Mokrinas Enkelin Jelen.

Bereits 2006 hatte ihn seine Freundin in Italien besucht. Vom Bürgermeister erhielt „Maria“ sogar die Ehrenbürgerschaft des kleinen Ortes Castel San Lorenzo. Doch länger als zehn Tage hielt die ältere Dame es dort nicht aus. „Die Leute sind sehr nett, und die Berge sind ebenso schön wie in der Ukraine, doch mein Land gefällt mir besser“, erzählt Mokrina. Sie wolle zu Hause leben.

Nun freut sie sich auf eine gemeinsame Zukunft mit Luigi in der Ex-Sowjetrepublik. Allerdings – einen Heiratsantrag lehnte die resolute Dame ab. „Warum hast du mich nicht früher gefunden?“, schimpft sie lächelnd.

Quelle: www.n24.de

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